Nazi-Schmierereien an Röbeler Fassaden

Am Wochenende haben Neonazis in Röbel mehrere Hausfassaden mit rechtsextremen Parolen beschmiert. Doch der Versuch sich mit diesen Parolen und in dieser Art politisch auszudrücken scheitert bei den Rechtsextremen schon an der richtigen Rechtschreibung.
Im Vorrausblick auf das kommende Seefest, bei dem wie jedes Jahr mit vielen Neonazis zu rechnen ist, unterstreicht diese Aktion die zunehmende Aktivität der Nazis in der Region, die sich zuspitzen wird, wenn durch Zusammenkünfte wie Volksfeste oder andere regionale Veranstaltungen die Präsenz der Nazis auf ein Maximum ansteigt.

Stellungsnahme zur Störung der Gedenkveranstaltung in Waren/Müritz durch Neonazis

Während der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus in Waren am Sonntag den 9.11 kam es zu Störungen durch Rechtsextreme. Teilnehmer der Gedenkveranstaltung zur Progromnacht berichteten von einer Gruppe mit etwa 15 zum größten Teil schwarz vermummten und mit Sonnenbrillen verkleideten Neonazis. Wobei man sich vorort noch nicht sicher war wie die eher autonom wirkenden Störer einzuornden waren. Auf dem Transparent mit dem sie über den Warener Markt marschierten war die Aufschrift „Solidarität mit Palästina und Syrien – Stoppt Israel“ zu lesen. Mit antijüdischen und anti-israelischen Parolen, die durch ein Megafon gerufen wurden, haben die Neonazis vor den ca. 60 Teilnehmer der Gedenkveranstaltung auf sich aufmerksam gemacht. Die völlig überforderten zwei Polizeibeamten die erschienen schritten nicht ein bevor die angeforderte Verstärkung eintraf,bei dessen Ankunft die Störer allerdings schon längst verschwunden waren.

Die Vermutung der Stadtverwaltung zeigt allerdings wie Unfähig und Unaufgeklärt man vor Ort zum Thema Rechtsextremismus ist. Aufgrund einer Flugblattaktion im Januar, bei der antifaschistische Jugendliche aus Röbel, Waren und Neubrandenburg zu mehr Zivilcourage aufriefen und über die Geschehnisse bei der Schulhof-CD Verteilaktion der NPD berichteten, geht die Stadtverwaltung von genau dieser Gruppe als Störer aus. Diese Beschuldigung kann sie mit einer erstaunlich hohen Sicherheit halten, da die Information bereits an die Presse weitergegeben wurden.

Nur jetzt zeigt sich wie aufgeklärt man zu diesem Thema ist. Die Beschuldigung ist auf zwei Wegen zu kritisieren:
Erstens: Die antifaschistische Initiative Röbel, die für diese Tat vorerst beschuldigt wurde, ist eine klare antifaschistische Gruppe die sich unter dem Mantel der Antifaschistischen Aktion positioniert. Diese „Aktionsform“ gegen Rechts macht es sich genauso zur Aufgabe wider das Vergessen Nationalsozialistischer Vergangenheit zu handeln sowie modernen Antisemitismus auf allen Ebenen entgegen zuwirken. Eine Störung einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus einer linken, antifaschistischen Gruppe zuzuschieben ist nach genauerem Betrachten der Internetpräsenz der Gruppe mehr als fragwürdig. Dort positioniert man sich eindeutig gegen Ausländerhass und Diskriminierung,sowie dem Aufkommen rechter Strukturen in Mecklenburg Vorpommern. Außerdem wird von der Durchführung eines Gedenkmarsches zum Holocaustgedenktag berichtet die in Röbel letztes Jahr stattgefunden hat.

Zweitens: Das Erscheinungsbild was die Neonazis in Waren am Sonntag an den Tag legten ist kein unbekanntes. Die Kopie des Auftretens sogenannter Autonomer ist eine neue Form des Rechtsextremismus in Deutschland. Es werden Outfit und Aktionsformen sowie Transparent-, Logo- und Flyergestaltung kopiert und mit rechtsextremen Inhalten in Verbindung gebracht. Dies ist auch am 7.7.08 in Neubrandenburg bei einem Naziaufmarsch zu sehen gewesen, bei der unter dem Motto „Sozial geht nur National“ Neonazis durch Neubrandenburg zogen.
Auch die Aufschrift des Transparents und die anti-israelischen Parolen zeugen davon das die Tat von Rechtsextremen begangen wurde. Neonazis stellen sich seit einigen Jahren auf die Seite Palästinas sowie Syriens und hetzten von dort aus gegen Israel und genauso gegen Juden. Diese neue Form von Antisemitismus ist dem Verfassungsschutz längst bekannt genau wie das neue Auftreten sogenannter autonomer Nationalisten.

Fragt sich nur warum die Stadtverwaltung und Polizei in Waren diese Erkenntniss nicht hatten, eine linke Gruppe in Verdacht zogen und damit eher parteisch handelten und ihr Unwissen demonstrierten. Diese Geschehnisse zeigen uns allerdings auch das die Störung einer solchen Veranstaltung vollkommen unbestraft bleibt. Hoffentlich führen die Vorkommnisse zu mehr Bestrebungen gegen Rechtsextremismus in Mecklenburg Vorpommern sowie für mehr Bildung bei Polizisten und Staatsbeamten in diesem Thema.

24.5 Antifa-Aktionstag Güstrow

Das Aktivist_innen-Bündnisses aus Güstrow:

Liebe Antifaschisten und Innen,

wie euch sicher aufgefallen ist werden wir in letzter Zeit von der brauen Masse überschwemmt. Und während es in den Großstädten noch ansatzweise gelingt diesem Prozeß entgegenzuwirken breiten sich auf dem Land und in Kleinstädten zusehends klare Nazistrukturen aus. Die hier, ungeachtet von der Allgemeinheit, die Basis für ihre menschenverachtenden Ansichten schaffen können.
Deshalb ist es wichtig auch fernab der Großstädte mit solidarischen Aktionen den Protest auferstehen zu lassen. In diesem Sinne planen wir einen antifaschistischen Aktionstag um diesen Protest auch in die Straßen von Güstrow zu tragen.

Dieser soll am 24.05.2008 stattfinden. Wir starten mit einer lautstarken Demo durch die Güstrower Innenstadt um 11 Uhr am Güstrower Bahnhof anschließend, ca. 16.30 Uhr, soll es ein Seminar zum Thema „NPD und freie Kameradschaften in MV“ geben.

Wir würden uns freuen euch am 24.05. mit möglichst vielen Menschen begrüßen zu können und hoffen auf eure solidarische Unterstützung.

Aktionisten und Innen aus Güstrow

7.6 -Neubrandenburg – Naziaufmarsch verhindern!

Am 7. Juni 2008 will die NPD unter dem Motto „Sozial geht nur national! Nationaler Sozialismus statt Globalisierung!“ in Neubrandenburg marschieren. Die Demonstration ist nach sich häufenden Nazivorfällen in der Region ein vorläufiger Höhepunkt der rechten Aktivitäten. Ab 10 Uhr wollen sie wie auch schon in den letzten Jahren vom Bahnhof durch das Vogelviertel und den Reitbahnweg ziehen. Aufgerufen wird zu einem aggressiven und kreativen Widerstand, der mehr als nötig ist um diese menschenverachtende, rassistische Ideen die hier auf der Straße propagiert werden sollen zu entlarven und zu verhindern.

Kommt zahlreich, beteiligt euch wo ihr könnt und haltet euch auf dem Laufenden.
Infos immer auf der Seite der AONB und bei Links-Lang.

Rassistischer Überfall in Röbel

Am 29.02.Freitag Nacht haben warscheinlich rechtsextreme Täter einen Dönerladen in Röbel überfallen. Die Nazis sollen mit Baseballschlägern den Inhaber überfallen haben und setzten den kompletten Laden in Brand. Der arabische Inhaber liegt im Krankenhaus. Nach Ankunft der Feuerwehr sammelte sich eine Gruppe Nazis, die sich genau vor den Tatort stellte. Die arabische Familie musste so selbst nach der Tat wieder die Menschen sehen, vor denen sie sich täglich aufs neue fürchten müssen. Denn die Polizei war hier nicht anzutreffen um die Menschen von dem schrecklichen Erlebnis zu beruhigen. Es waren gerade einmal 2 Streifenwagen vorort die, die angrenzende Straßen absperrten. Das waren Bilder die von Politikern in Deutschland immer wieder verschwiegen werden. Menschen aus anderen Ländern, mit anderen Kulturen, die vor ihrer zerstörten Existenzquelle stehen, ständig die Angst im Nacken, das ihnen diese Menschen, Nazis, jederzeit wieder Schmerzen zufügen könnten.

Never Forget!

Am Samstag dem 26.01.08 findet in Röbel eine Mahnwache mit einem anschließendem Gedenkmarsch statt. Alle Menschen aus der Umgebung sind herzlich eingeladen mit uns den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken.

Samstag, 26.01.08 16 Uhr Röbel Stadtgarten

NEver Forget! !

Wunderlich Wunderlich

Schaeuble ist ein Anagramm von Belausche!
SCHAEUBLE
BSCHAEULE
BESCHAULE
BELSCHAUE
BELASCHUE
BELAUSCHE

Bericht aus Waren (05.01.08)

am samstag nun trafen sich ca. 20 antifaschistInnen aus meck-pomm auf den warener marktplatz, um eine verteilaktion der npd zu stören und um die bürgerInnen darüber zu informieren, dass nun auch waren ein npd „bürgerbüro“ hat und dass dieses nicht geduldet werden darf. die aktivisten der npd trafen wir leider nicht an, da sie wohl wind davon bekommen hatten, dass sie in der warener innenstadt nicht in ruhe ihre propaganda verteilen können. so zogen wir dennoch durch die stadt und verteilten unsere flyer (siehe unten).
darauf hin folgte ein kleiner besuch beim zutt’s patriotentreff, um rauszufinden, ob das „bürgerbüro“ wirklich über diesen laden eingerichtet wurde. zu 100% können wir darüber noch keine aussagen machen, dass dies nun auch so ist. aber die wahrscheinlichkeit ist recht hoch, da viele prominente nazis der npd den tag über gesichtet worden sind, auf den weg dort hin. durch einen böllerwurf konnten wir sogar einige betrachten, da diese rausliefen, um zu gucken, wer da sylvester nachfeiert. einer von ihnen wusste anscheinend nicht ganz, welcher gruppe er sich anschließen sollte, da dieser auf die staße gerannt ist und die ganze zeit verwirrt hin und her geguckt hatte.
danach löste sich unsere kleine versammlung auf und vier antifaschistInnen von der A.I.R. planten die eröffnung zumindest um fünf minuten zu unterbrechen. deswegen hielten zwei das fluchtauto warm und anderen beiden schmissen einen kanonenschlag auf den hof von zutt. nachdem es ballerte und wir schon sicher im auto saßen, konnten wir beobachten wie ca. 20 nazischläger aus den laden rausrannten und uns suchten. wir aber waren schon auf dem nachhauseweg und die nazis rannten ins leere.
tja, wenn nazi genauso langsam reagiert wie nazi denkt, brauch nazi sich nicht wundern, dass nazi die flinken röblerInnen nicht kriegt…

Ein Tag in Waren…

Nachdem wir erfuhren das die NPD in Waren neben einer Flugblattaktion das neue Bürgerbüro der NPD erröffneten machten wir uns auf den Weg nach Waren und bereiteten die Bürger/innen auf die Nazis vor. Wir verteilten Flyer auf denen wir sie vor der NPD warnten und informierten was mensch gegen die NPD als Bürger/in machen kann. Die Tatsache das sich um die 20 entschlossene Antifaschisten und Antifaschistinnen in Waren versammelten um deutlich zu symbolisieren das Nazis in Waren und anderswo nicht erwünscht sind ist sehr positiv. Ein ausfürlicher Bericht über den Samstag wird noch folgen, hier schon mal ein par Fotos:






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