Archiv der Kategorie 'Berichte'

Bericht aus Waren (05.01.08)

am samstag nun trafen sich ca. 20 antifaschistInnen aus meck-pomm auf den warener marktplatz, um eine verteilaktion der npd zu stören und um die bürgerInnen darüber zu informieren, dass nun auch waren ein npd „bürgerbüro“ hat und dass dieses nicht geduldet werden darf. die aktivisten der npd trafen wir leider nicht an, da sie wohl wind davon bekommen hatten, dass sie in der warener innenstadt nicht in ruhe ihre propaganda verteilen können. so zogen wir dennoch durch die stadt und verteilten unsere flyer (siehe unten).
darauf hin folgte ein kleiner besuch beim zutt’s patriotentreff, um rauszufinden, ob das „bürgerbüro“ wirklich über diesen laden eingerichtet wurde. zu 100% können wir darüber noch keine aussagen machen, dass dies nun auch so ist. aber die wahrscheinlichkeit ist recht hoch, da viele prominente nazis der npd den tag über gesichtet worden sind, auf den weg dort hin. durch einen böllerwurf konnten wir sogar einige betrachten, da diese rausliefen, um zu gucken, wer da sylvester nachfeiert. einer von ihnen wusste anscheinend nicht ganz, welcher gruppe er sich anschließen sollte, da dieser auf die staße gerannt ist und die ganze zeit verwirrt hin und her geguckt hatte.
danach löste sich unsere kleine versammlung auf und vier antifaschistInnen von der A.I.R. planten die eröffnung zumindest um fünf minuten zu unterbrechen. deswegen hielten zwei das fluchtauto warm und anderen beiden schmissen einen kanonenschlag auf den hof von zutt. nachdem es ballerte und wir schon sicher im auto saßen, konnten wir beobachten wie ca. 20 nazischläger aus den laden rausrannten und uns suchten. wir aber waren schon auf dem nachhauseweg und die nazis rannten ins leere.
tja, wenn nazi genauso langsam reagiert wie nazi denkt, brauch nazi sich nicht wundern, dass nazi die flinken röblerInnen nicht kriegt…

Ein Tag in Waren…

Nachdem wir erfuhren das die NPD in Waren neben einer Flugblattaktion das neue Bürgerbüro der NPD erröffneten machten wir uns auf den Weg nach Waren und bereiteten die Bürger/innen auf die Nazis vor. Wir verteilten Flyer auf denen wir sie vor der NPD warnten und informierten was mensch gegen die NPD als Bürger/in machen kann. Die Tatsache das sich um die 20 entschlossene Antifaschisten und Antifaschistinnen in Waren versammelten um deutlich zu symbolisieren das Nazis in Waren und anderswo nicht erwünscht sind ist sehr positiv. Ein ausfürlicher Bericht über den Samstag wird noch folgen, hier schon mal ein par Fotos:

Flyer zur Flugblattaktion der NPD in Waren am 04.01.08

Wir fordern sie auf einer rechtsextremen Partei wie der NPD heute in Waren kein Intresse sondern kritik zu zeigen. Schauen sie nicht weg sondern tun sie etwas wenn sie rechte Übergriffe auf Ausländer beobachten oder Propaganda-CDs an Kinder verteilt werden!

Die Neonazis von der NPD in Mecklenburg Vorpommern werden von Jahr zu Jahr gefährlicher. Schon jetzt haben es diese Partei und ihre Anhänger, die „Freien Kameradschaften“ geschafft, ganze Landstriche in No-Go-Areas zu verwandeln, in denen Menschen mit auffällig „fremden“ Aussehen gefährdet sind. Ein Bewohner einer belebten Großstadt kann sich diese Situation kaum vorstellen, er wird es nicht glauben und da es ihn eh nicht betrifft wird er der Lage den Rücken zukehren. Und genau das gilt es auch in Mecklenburg Vorpommern zu verhindern. Es muss ein hohes Maß an Zivilcourage bei jedem Bürger aufgebracht werden! Das ist ein Schritt der uns in die richtige Richtung bringt. Nur so kann man einer Partei wie der NPD im Alltag erfolgreich gegenübertreten. Die Politik in Kleinstädten und auf dem Lande lebt heute vom gesellschaftlichen Engagement der Bürger. Vor dem martialischen Auftritt der NPD-Kader, die sich im Osten mit den sogenannten „Freien Kameradschaften“ praktisch eine eigene Haudrauf-Truppe hält, weichen normale Bürger verängstigt zurück.
Man kann das nicht billigen; verstehen darf man es schon. Zivilcourage ist eine Lieblingsvokabel in Talkshows, im Fernsehen und in Alltagsgesprächen. Doch fehlt sie
in Städten wie Waren, Wismar, Anklam, oder Bützow und kostet gerade dort viel Kraft. Viel zu wenige bringen sie auf, das ist die bittere Wahrheit. Deshalb dürfen wir bei Aktionen von Neonazis einfach nicht mehr wegschauen sondern müssen etwas tun!

Rückblickend kann man in Sachen Zivilcourage in Waren durchaus eine positive Entwicklung feststellen. Gärtner hatten während ihrer Arbeit auf einem Pausenhof bemerkt, dass der NPD-Politiker Raimund Borrmann NPD-Bonbons, Schulhof-CDs und Flugblätter an die Schüler verteilte. Sie forderten Bormann auf, zu verschwinden. Als dieser seine Aktion fortsetzte, nahmen sie ihm seinen Karton ab, zertraten die NPD-CDs und warfen das restliche Werbematerial in den Müll. Der Rechtsextreme NPD-Landtagsabgeordnete, erstattete Anzeige. Das Gericht hatte zunächst Strafbefehle über 6.000 Euro wegen Sachbeschädigung, Nötigung und Beleidigung gegen die Männer erlassen. Dagegen legten diese Widerspruch ein. Zahlreiche Organisationen riefen danach zur Unterstützung der Männer auf und landeten damti einen vollen Erfolg indem sie genügend Geld sammelten. Diese Vorbildhafte Reaktion auf den Vorfall git es beizubehalten.

Wir fordern sie heute auf der NPD in Waren Müritz entschieden entgegenzutreten und keine Fulgblätter von einer Partei anzunehmen, die den Nährboden für Gewalttaten und Menschenverachtenden Ideologien darstellt!

Antifaschistische Initiative Röbel

*Bibber*

Bericht zur Antira-Demo in Boizenburg am Samstag
Bei ca. -6 Grad und mit einem massiven Polizeiaufgebot fand am vergangenen Samstag eine Antirassistische/Antifaschistische Demonstration in Boizenburg statt.
Bei unserer Ankunft wurden sofort Personalien kontrolliert, was gegen die vorherigen Absprachen mit dem Demoleiter geschah. Als dann noch mehrere Taschenkontrollen vollzogen wurden konnten wir uns endlich auf dem Bahnhofsvorplatz, an dem sich auch der Überfall auf den kurdischen Flüchtling vor 4 Wochen erreignete, sammeln.
Als dann deutlich mehr als 100 Menschen aus Hamburg mit dem Zug ankamen, die natürlich erstmal aus dem Zug rauswollten, wurden diese gleich auf den Gleisen mit einer Polizeikette festgehalten. Es wurden Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von Fahnenstöcken, Nietenjacken und anderen „Waffen“ durchgeführt, die mensch sich nach einiger Zeit nicht gefallen lassen hat, und die Kette wurde gebrochen.
Nach einigen Problemen mit dem Lauti setzte sich die Demo in Gang, und verließ den Ort in Richtung Boizenburg. Also machten wir eine Art antifaschistischen Winterspaziergang durch eine weiße Allee. Als wir dann in Boizenburg ankamen, trauten sich vereinzelt ein paar Nazis die Demo zu beobachten und Präsenz zu zeigen. Diese entfernten sich dann allerdings meist, als eine Vielzahl Antifaschisten in ihre Richtung kamen.
Auf dem Marktplatz sammelten sich dann die ca. Demoteilnehmer und es wurden viele Redebeiträge unter anderem zur Situation der Flüchtlinge im Lager Horst gehalten. Danach gings wieder zurück, und die Menschen fuhren mit dem Zug zurück. Alles in allem fand am Samstag eine erflogreiche Demonstration statt, die zeigte was Menschen in der Umgebung von den rassistischen Taten halten.
Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!

Fotos:

Antira-Demo




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